Leuchtstofflampen

Leuchtstofflampen,
 
Leuchtstoffröhren, Niederdruckentladungslampen, an deren Innenwand Leuchtstoffe aufgebracht sind, die unter dem Einfluss der erzeugten langwelligen UV-Strahlung Licht mit kontinuierlichem Spektrum ausstrahlen. Die Lichtstrahlung der Gasentladung selbst dringt nur wenig durch die Leuchtstoffschicht. Der Leuchtstoff ist im Wesentlichen für die Lichtausbeute und die Lichtfarbe (Tageslicht, Universalweiß, Warmton) ausschlaggebend. Durch eine spezielle Beschichtung strahlen die Dreibandenlampen besonders intensiv in den Spektralbereichen Rot, Grün und Blau; im Auge entsteht daraus der Eindruck weißen Lichts; mit diesen Lampen lässt sich in den gleichen Lichtfarben eine um etwa 50 % höhere Lichtausbeute als mit den Standardleuchtstofflampen erzielen.
 
Leuchtstofflampen werden für verschiedene Leistungen gebaut; Standardleuchtstofflampen werden unter Vorschaltung einer Drosselspule (Vorschaltgerät) an das Ortsnetz (Nennspannung 230 V) angeschlossen. Beim Einschalten sorgt ein Zündgerät (Glimmstarter) für ein kurzes Aufheizen der Elektroden und über das Vorschaltgerät für die Erzeugung eines Spannungsstoßes zum Einleiten der Entladung. Drosselspule und Starter können auch durch eine elektronische Schaltung ersetzt sein. Vorteile der Leuchtstofflampe sind hohe Lichtausbeute und lange Lebensdauer (je nach Bauart bis zu einem Mehrfachen der Werte gewöhnlicher Glühlampen) sowie Unempfindlichkeit gegen Erschütterungen (deshalb auch in Fahrzeugen verwendet). Leuchtstofflampen eignen sich besonders zur Beleuchtung von Arbeitsplätzen und Räumen mit großem Lichtbedarf; heute oft zur Straßenbeleuchtung verwendet.
 
Zunehmend Verwendung finden Kompaktleuchtstofflampen auch im Wohnbereich, wo sie ein den üblichen Glühlampen entsprechendes Licht erzeugen, jedoch bei wesentlich geringerer Leistungsaufnahme (Energiesparlampen). Bei den Kompaktleuchtstofflampen mit u- oder kreisförmig gebogenen, zylinder- oder kugelförmigen Entladungsröhren befinden sich Vorschaltgerät und Starter im Schraubsockel, sodass sie in gewöhnlichen Glühlampenfassungen eingeschraubt werden können. Bei einer anderen Bauart führen die beiden Enden der um 180º geknickten Entladungsröhren in einen gemeinsamen Sockel mit Stiftkontakten, der auch den Starter enthält; das Vorschaltgerät ist separat in der Leuchte untergebracht.

Universal-Lexikon. 2012.

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